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Kosten für naturnahe Begrünungsmaßnahmen

(nach HASLGRÜBLER et al. 2012 a)

Naturnahe Begrünungsverfahren sind erst in den letzten Jahren auf größeren Flächen zunehmend zur Anwendung gekommen. Im Allgemeinen ist die Höhe der anfallenden Kosten abhängig vom Ernte- bzw. Begrünungsverfahren, dem Begrünungsziel (siehe Kapitel „Planungsschritte“), den Standortgegebenheiten (z. B. Wiesentyp, Lage, Größe, Form, Neigung, Bodensubstrat von Spender- und Empfängerfläche) sowie dem Zeitpunkt und den regionalen Preisen für Produkte und Dienstleistungen.
Die Kosten für Ansaatmischungen können in Abhängigkeit von der Artenzusammensetzung stark variieren, wobei die Artenauswahl nach den technischen/ ingenieurbiologischen Erfordernissen und dem naturschutzfachlichen Anspruch erfolgen muss. Auch die Entfernung von Spender- zur Empfängerfläche, notwendige flächenvorbereitende Maßnahmen und die Verwendung entsprechender Technik beeinflussen die Höhe der Kosten.
Trotzdem sind naturnahe Begrünungsverfahren im Vergleich zu konventionellen Methoden durchaus konkurrenzfähig, wenn nicht nur der Herstellungs- sondern auch der Folgekosten (Nachbesserungen, Entwicklungspflege – siehe Kapitel „Pflege“ sowie KIRMER & TISCHEW 2006) bei der Gesamtkalkulation berücksichtigt werden. In jedem Fall ist eine frühzeitige, gute fachliche Planung erforderlich.