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Vorstellung der Begrünungsmethoden

Naturnahe Begrünungen im Offenlandbereich können mit Hilfe unterschiedlicher Methoden umgesetzt werden, die teilweise der konventionellen Begrünung ähneln (z. B. Ansaaten). Ein wesentliches Merkmal naturnaher Methoden ist, dass ausschließlich Saatgut und/ oder samenreiches Boden- und Pflanzenmaterial heimischer Arten aus gebietseigener Herkunft verwendet wird. Landwirtschaftliche Zuchtsorten und fremdländische Arten sind damit von der Verwendung ausgeschlossen.
Auf diese Weise wird die floristische Identität der Naturräume bewahrt und die biologische Vielfalt auf den Maßnahmeflächen erhöht. Dies trägt dazu bei, die Ziele der Biodiversitätskonvention (CBD) einzuhalten.
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Gewinnung des Ausgangsmaterials bei allen Methoden zuvor mit den Naturschutzbehörden und den Flächeneigentümern und -nutzern abzustimmen ist. Auch die Sammlung von Samen einzelner Arten darf nicht ohne entsprechende Genehmigung erfolgen.

In den folgenden untergeordneten Kapiteln werden die diversen naturnahen Begrünungsmethoden im Einzelnen vorgestellt.

Salbei-Glatthaferwiese, Jenaer Forst bei Nennsdorf in Thüringen, © A. Lux